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Das ist der Wahnsinn

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Über Lutz

Lutz Pfannenstiel (* 12. Mai 1973 in Zwiesel) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorhüter. Er ist der weltweit erste Fußballspieler, der in jedem der sechs anerkannten Kontinentalverbände einem professionellen Fußballverein angehörte. Seit der Saison 2012/2013 ist er Experte der Ran-on-Webshow bei Europa-League-Übertragungen.

Karriere

Pfannenstiel war als Torwart in der deutschen U-17-Nationalmannschaft tätig und war dort u.a. Teamkollege von Markus Babbel und Markus Münch. Der damals beim 1. FC Kötzting spielende Jugendliche schlug mit 18 Jahren ein Angebot vom FC Bayern München aus, bei den Amateuren im Tor zu stehen. Pfannenstiel war damals fest entschlossen, sofort Profi zu werden: Wenn nicht in Deutschland, dann im Ausland. Inspiration hierfür war der in Belgien spielende serbische Torwart Ratko Svilar, den er als Kind verehrte.[2] Ein Bekannter machte ihm einen Wechsel nach Malaysia zu Penang FA schmackhaft, wo Pfannenstiel (laut seinem Buch) die Aussicht auf ein Profigehalt und das Abenteuer in Südostasien lockte. Nach sieben Monaten beeindruckte er Scouts des FC Wimbledon und wechselte nach England, wurde aber nur im Reserveteam eingesetzt. 1995 wurde er Reservetorwart bei Nottingham Forest. Anschließend wechselte er auf Leihbasis nach Südafrika zu den Orlando Pirates. Da Pfannenstiel gut spielte, erlebte er den angenehmen Nebeneffekt, dass ihn die fußballbegeisterten Straßengangs liebten und ihn nie ausraubten.[2] Nach dem Abenteuer Südafrika, wo er zwei Monate blieb, wollte er unbedingt wieder Stammtorhüter sein. Er verließ England deshalb, um zu Sembawang Rangers nach Singapur zu wechseln. Für die Rangers absolvierte er 22 Profispiele – eine Marke, die er in seiner Karriere selten übertreffen würde. Dass er im Alter von gerade 23 Jahren bereits für drei der sechs Kontinentalverbände Profispiele absolviert hatte (für die europäische UEFA, die asiatische AFC und die afrikanische CAF), war ein Fingerzeig für die spätere Karriere.

Mit dem Ziel, zurück in die englische Premier League zu kommen, wechselte er in die als Ausbildungsliga bekannte finnische Liga und unterschrieb einen Einjahresvertrag beim TPV Tampere. Nach wenigen Monaten wechselte er zum Rivalen Haka Valkeakoski und wurde 1998 Meister. In Finnland machte er die einmalige Erfahrung, dass das Spiel wegen eines riesigen Moskitoschwarms in der ersten Halbzeit unterbrochen wurde, alle Zuschauer flüchteten und das Spiel in der zweiten Halbzeit vor völlig leeren Rängen fortgesetzt wurde.

Nach acht Spielen dort wechselte Pfannenstiel zum SV Wacker Burghausen. Ausgerechnet in seiner Heimat erlebte Pfannenstiel eine tiefe menschliche Enttäuschung: Nachdem seine indonesische Freundin Opfer rassistischer Anfeindungen geworden war, brach er seine Zelte ab und ließ sich nach 14 Spielen zu Geylang United in Singapur transferieren. Dort absolvierte er seine Karriere-Bestmarke von 46 Spielen. Mit Geylang kam er in die AFC Champions League, wo er bei einem Spiel in Iran vor 100.000 Fans ein Stadion wie „die Hölle“ sah und er einmal auf den Malediven in einem Cricketstadion vor 25.000 Zuschauern spielte. Da der Anstoß auf zwölf Uhr mittags gelegt wurde und die Zuschauer die Stimmung mit Feuern anheizten, wurde es so heiß, dass die ersten Spieler nach fünf Minuten kollabierten und Geylang das Spiel mit nur neun Spielern mit einem torlosen Unentschieden beendete. Das Rückspiel wurde übrigens mit 11:0 gewonnen. Er hielt in dieser Zeit so gut, dass er ernsthaft überlegte, seine Freundin zu heiraten, einen indonesischen Pass anzunehmen und für die Fußballnationalmannschaft von Indonesien anzutreten. Doch 1999 wurde er wegen angeblichen Wettbetrugs bei Sportwetten verhaftet und später auch zu fünf Monaten Haft verurteilt: Ihm wurde vorgeworfen, mit einem Buchmacher, der gegen ihn ausgesagt hatte, verbotene Absprachen getroffen zu haben. In den drei Spielen, in denen er die Spiele manipuliert haben sollte, gewann seine Mannschaft zwei Mal und spielte einmal unentschieden. Zur Last gelegt wurde ihm der unsinnig erscheinende Vorwurf, er hätte „auffallend gut“ gehalten.

Nach 101 Tagen im Gefängnis wurde Pfannenstiel, teils wegen guter Führung, teils durch Intervention der deutschen Botschaft, vorzeitig aus der Haft entlassen. Pfannenstiel wurde lebenslang von der AFC, dem asiatischen Kontinentalverband, gesperrt. Die FIFA fällte ein salomonisches Urteil. Sie sperrte ihn für sechs Monate, datierte die Sperre allerdings zurück, so dass er de facto nach der Haftentlassung wieder spielberechtigt war. Einige Wochen trainierte er in England bei Bradford Park Avenue mit um sich wieder aufzubauen (Pfannenstiel hatte im Gefängnis 16 kg abgenommen) und wechselte schließlich zu Dunedin Technical in Neuseeland. Mit seinem Debüt für einen ozeanischen OFC-Verein brachte er die Zahl seiner Kontinentalverbände auf vier. In Neuseeland lebte er sich gut ein und machte Schlagzeilen, als er einen Dieb, der bei ihm eingebrochen hatte und ihm 1500 neuseeländische Dollar, eine Playstation, Sonnenbrillen und sein Torwarttrikot gestohlen hatte, eigenhändig aufgriff und sein Eigentum zurückholte. Ferner adoptierte er kurzzeitig einen Pinguin. In Neuseeland blieb er insgesamt fünf Jahre. Da die neuseeländische Meisterschaft nur von November bis April ging, suchte er sich für die andere Jahreshälfte ein weiteres Engagement im Ausland. Hinzu kamen der Verein ASV Cham in Deutschland und für eine Halbsaison Bradford Park Avenue. Während dieser Zeit bei Bradford wurde er bei einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler so schwer verletzt, dass er auf dem Spielfeld drei Mal wiederbelebt werden musste.

Um sich besser mit seinem Neuseeland-Engagement arrangieren zu können, suchte Pfannenstiel nach Vereinen in Ländern, die ebenfalls eine kurze Meisterschaft spielten, quasi einen Kontrapunkt zu Neuseeland bildeten und eine Meisterschaft zwischen April und Oktober unterhielten. Er kam zunächst nach Norwegen beim Bærum SK unter Vertrag. Dort war er einer der Topverdiener, fühlte sich sehr wohl und erlebte nach eigenem Bekunden zum ersten Mal das Gefühl, sesshaft werden zu können. Doch als der Klub in finanzielle Probleme geriet, wechselte er schweren Herzens wieder.

Aus diesem Grund ging Pfannenstiel nach Kanada und machte 28 Spiele für die Calgary Mustangs. Mit seinem Profidebüt für einen Verein der nord- und mittelamerikanischen CONCACAF brachte er die Zahl seiner Kontinentalverbände auf fünf. Danach ging er wieder in seine Adoptivheimat Neuseeland und wechselte zu Otago United, dem Lokalrivalen seines alten Vereins Dunedin. 2006 wechselte er nach einem Kontakt zum ehemaligen DDR-Nationaltorwart Ulrich Schulze nach Albanien zu KS Vllaznia Shkodra, wo Schulze Trainer geworden war. Dort erlebte Pfannenstiel u.a., wie sein Vereinspräsident einen Schiedsrichter bestach, der sein Team aber nicht genug bevorteilte und von seinem Präsidenten unter Mithilfe zweier Polizisten verprügelt wurde.ƒ Als Schulze dort allerdings entlassen wurde, verließ Pfannenstiel den Klub ebenfalls.

Anfang 2007 bekam Pfannenstiel die Offerte eines Millionärs in Armenien, dort als Trainer für FC Betonit Ijevan ein konkurrenzfähiges Team zu formen. In drei Monaten verpflichtete Pfannenstiel 18 Spieler aus der ganzen Welt, bis der Mäzen von einem Tag auf dem anderen das Interesse an seinem Steckenpferd verlor und das Geld abzog. Nach dieser Enttäuschung folgte ein zweites Intermezzo bei Bærum, gefolgt von einem Engagement bei den Vancouver Whitecaps. Dort fasste Pfannenstiel 2008 den Entschluss, trotz eines gutgeführten Vereins mit einem soliden Vertrag nach Brasilien zu CA Hermann Aichinger zu wechseln. Mit seinem Debüt in einem südamerikanischen CONMEBOL-Profiverein wurde er der erste Spieler, der in allen sechs Kontinentalverbänden mindestens ein Profispiel absolviert hatte.

Im April 2008 kehrte Pfannenstiel nach Deutschland zurück und trat ein Engagement als Torwarttrainer der vom Deutschen Reinhold Fanz betreuten Nationalmannschaft Kubas an, die sich in Süddeutschland und Österreich auf die Qualifikationsspiele zur WM 2010 vorbereitete. Weiterhin war er jedoch auch als Spieler aktiv. Danach kehrte er nach Norwegen zurück (Flekkerøy IL und Manglerud Star). Anschließend war er Spielertrainer bei den Ramblers in Namibia und arbeitete gleichzeitig als Torwarttrainer der namibischen Nationalmannschaft.

Bei der Fußball-WM 2010 war Lutz Pfannenstiel als Experte bei den Übertragungen des ZDF im Einsatz.

Pfannenstiel, der nach inoffizieller eigener Schätzung in „über 600 Stadien Fußball“ gespielt hat, nennt als Lieblingsstadien das Maracanã-Stadion in Brasilien und das Highbury in London (ehemaliges Stadion des FC Arsenal). Als Tiefpunkte seiner Karriere nennt er neben der Singapur-Affäre „kakerlakenverseuchte Umkleidekabinen“ in Thailand und Sri Lanka sowie das Trainieren auf einem unfreiwillig gedüngten Platz in Armenien, da die Sanitärrohre im Stadion geplatzt waren.

Über ein Kapitel seiner Karriere schweigt sich Pfannenstiel bis heute aus. Er stand einmal in der Ukraine unter Vertrag, wo er vermutlich mit der Mafia in Kontakt kam. Aus Angst vor Repressalien verschweigt er bis heute den Namen der Stadt, des Vereins und auch des Präsidenten: „Vor dem Klub, bei dem ich dort war, vor dem habe ich einen Heidenrespekt, ja sogar Angst. Das war alles ziemlich rau dort, und ich bin sehr froh, dass ich da heil rausgekommen bin.“ Von dieser Zeit ist die Anekdote bekannt, nach der ihm einmal sein Auto gestohlen wurde, Pfannenstiel sein Leid dem Präsidenten klagte, der seine guten Verbindungen zur Unterwelt spielen ließ und ihm binnen einer Stunde seinen Pkw zurückbrachte.

Ende 2010 beendete Pfannenstiel seine aktive Karriere und unterschrieb am 28. Februar 2011 als Scout und Leiter der internationalen Beziehungen bei der TSG 1899 Hoffenheim. Nebenbei arbeitet Pfannenstiel als Experte für Entwicklungsländer beim Deutschen Fußball-Bund. Sein offiziell letztes Spiel als aktiver Fußball-Profi bestritt er am 10. Juni 2011 im Dreiflüssestadion Passau bei einem Benefizspiel des Global United FC, der jeweils eine Halbzeit gegen die Mannschaft des 1. FC Passau sowie einer Niederbayern-Auswahl im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des gastgebenden 1. FC Passau antrat.

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 arbeitet er wieder an der Seite von Rudi Cerne als Experte für das ZDF.

Erfolge

Finnischer Meister mit Haka Valkeakoski (1998)
Meister in Singapur mit Gaylang United (2000)

 

 

Medien


Am 9.10.2009 im ZDF Mittagsmagazin


“Nur kicken können viele” – Scout und Globetrotter Lutz Pfannenstiel auf achtzehn99.tv am 18.09.2013

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